Die richtigen Sozialen Netzwerke zur Mitarbeitergewinnung für Kanzleien

von | 6. Feb 2023 | Mitarbeitergewinnung

Immer mehr Kanzleien versuchen sich an der Mitarbeitergewinnung mittels Social Recruiting. Wichtig ist dabei jedoch die Wahl des richtigen Sozialen Netzwerks für Ihre Zwecke, damit Ihre Kampagne keine Unmengen an Geld verschlingt ohne Ihnen Resultate zu bringen. Im Folgenden erklären wir Ihnen, welche Sozialen Netzwerke sich sich zur Mitarbeitergewinnung für Steuerberater und Rechtsanwälte eignen.

Die Karrierenetzwerke LinkedIn und XING

Im ersten Moment mag es logisch erscheinen, dass sich die Karrierenetzwerke LinkedIn und XING am besten zur Mitarbeitergewinnung für Kanzleien eignen. Schließlich treffen Sie dort auf unzählige potentielle Bewerber in einem themenrelevanten Umfeld.

Unserer Erfahrung nach eignen sich die bekannten Karrierenetzwerke jedoch nur in Ausnahmefällen bei der Suche nach geeigneten Fachkräften. Dies liegt zum einen an den hohen Werbekosten, welche deutlich über denen anderer Sozialer Netzwerke liegen. Grund dafür sind die vielen kaufkräftigen Zielgruppen auf solchen Netzwerken, welche bspw. für Anbieter von Finanzprodukten ebenfalls sehr interessant sind. Da die Werbekosten im Bieterverfahren festgelegt werden, schießen diese somit in die Höhe.

Hinzu kommt die Problematik, dass sich für Kanzleien relevante Fachkräfte oftmals nicht auf LinkedIn oder XING aufhalten. Karrierenetzwerke werden vor allem von Selbstständigen, sowie von angestellten Personen genutzt, die regelmäßigen Kontakt zu Mitarbeitern anderer Unternehmen pflegen. Auf typische Kanzleiberufe (Steuerfachangestellte, Steuerfachwirte, Buchhalter, Rechtsanwaltsfachangestellte, etc.) trifft dies in der Regel nicht zu.

Zwei der wenigen Ausnahmefälle, in denen sich Karrierenetzwerke hervorragend lohnen können, sind die Suche nach Steuerberatern / Rechtsanwälten, sowie Fachkräften mit besonderer Spezialisierung oder bestimmten Fähigkeiten (z.B. Fremdsprachen, beruflicher Werdegang, Erfahrung mit bestimmter Software).

Die klassischen Sozialen Netzwerke

Zu den klassischen Sozialen Netzwerken zählen wir Facebook, Instagram, Twitter und TikTok, da sich diese nicht grundsätzlich an eine bestimmte Zielgruppe richten und über hohe Nutzerzahlen verfügen.

Kaum ein Nutzer Sozialer Netzwerke in Deutschland ist nicht auf Facebook oder Instagram aktiv. Beide Plattformen gehören zu META und lassen sich übergreifend nutzen, um potentielle Bewerber zu erreichen. Die zahlreichen Möglichkeiten zur Festlegung der Zielgruppen und die moderaten Werbekosten machen das META-Universum (Facebook und Instagram) zur ersten Anlaufstelle bei der Gewinnung von Mitarbeitern für von uns betreute Kanzleien.

Eine Besonderheit der beiden Sozialen Netzwerke liegt jedoch in der Abrechnung der Werbemaßnahmen. Bezahlt wird hier nicht nach Klicks auf Werbemittel, sondern nach beworbener Reichweite. Umso wichtiger ist es bei dem Schalten von Recruiting Ads auf Facebook und Instagram, den Facebook Business Manager richtig einzusetzen und die Zielgruppen optimal abzustecken. Gelingt dies nicht, können Social-Recruiting-Kampagnen finanziell schnell aus dem Ruder laufen und ihren Sinn, die Generierung von Bewerbungen, gänzlich verfehlen.

Twitter ist ein zunehmend umstrittenes Soziales Netzwerk mit zwar niedrigen Werbekosten, jedoch auch weniger Möglichkeiten der Eingrenzung von Zielgruppen. Twitter nutzen wir für die von uns betreuten Kanzleien nur in Ausnahmefällen und auch dann nur für sogenannte Retargeting-Maßnahmen.

TikTok ist ein spannendes Soziales Netzwerk, welches auf kurzen Videoclips basiert. Das Publikum ist in der Regel sehr jung und verfügt, der Art der Plattform geschuldet, über eine geringe Aufmerksamkeitsspanne. Die Absprungrate bei über TikTok generierten Bewerbungen ist unserer Erfahrung nach höher als bei anderen Sozialen Netzwerken. Das junge Publikum und die niedrigen Werbekosten machen TikTok in manchen Fällen dennoch zu einer interessanten Plattform zur Gewinnung von Auszubildenden und Berufseinsteigern.

Spezifische Soziale Netzwerke

Es gibt eine Reihe spezifischer Sozialer Netzwerke, die ihren Fokus auf bestimmte Zielgruppen legen oder ein bestimmtes Alleinstellungsmerkmal aufweisen. Bekannte Soziale Netzwerke sind unter anderem:

  • Pinterest, eine Plattform zum Teilen von Fotos und sonstige Grafiken
  • Tinder, der Marktführer unter den Dating-Plattformen
  • Reddit, das vermutlich größte Online-Forum

Inwieweit die Bezeichnung „Soziales Netzwerk“ auf diese Dienste zutrifft ist umstritten, sie bieten jedoch, wie auch Facebook, Instagram und Co., die Möglichkeit Werbung zu schalten und verfügen über hohe Zahlen täglich aktiver Nutzer.

Wir nutzen in der Praxis kaum spezifische Soziale Netzwerke und halten diese – zumindest für die erste Interaktion mit potentiellen Bewerbern – für ungeeignet zur Mitarbeitergewinnung. Lediglich für sogenannte Retargeting-Maßnahmen ziehen wir es in seltenen Fällen in Absprache mit unseren Kunden in Betracht, ein spezifisches Soziales Netzwerk hinzuzuziehen.

Auch die Video-Plattform YouTube wird gelegentlich als Soziales Netzwerk bezeichnet. Näher gehen wir auf diese Plattform jedoch in einem eigenen Beitrag zur Mitarbeitergewinnung für Kanzleien mittels YouTube ein. Die Mitarbeitergewinnung über YouTube verhält sich unserer Erfahrung nach gänzlich anders als auf anderen Sozialen Netzwerken und birgt sogar einige Risiken.

Fazit

Es gibt viele verschiedene Soziale Netzwerke und sogar spezifische Karriereportale. Am besten zur Mitarbeitergewinnung für Kanzleien eignen sich unserer Erfahrung nach jedoch die beiden Platzhirsche Facebook und Instagram. Nur in Ausnahmefällen ziehen wir die Karriereportale LinkedIn und XING, sowie das videobasierte Soziale Netzwerk TikTok hinzu.

Beachten Sie jedoch bitte, dass allein die Auswahl des richtigen Sozialen Netzwerks nicht zum Erfolg führt. Sie müssen für jede Plattform eigens optimierte Werbemittel einsetzen und Zielgruppen gesondert definieren.

Sollten Sie Interesse an der Gewinnung von qualifizierten Bewerbungen für Ihre Kanzlei haben, können wir gerne ein unverbindliches Erstgespräch vereinbaren.